Frühlingszeit | Gemmozeit
- Simone Matouch
- 10. März
- 1 Min. Lesezeit
Knospenkraft statt Winterstarre

2008 hörte ich zum ersten Mal von der Gemmotherapie – und von der besonderen Kraft der Knospen.
Ich absolvierte damals einen einjährigen Ausbildungszyklus zur Heilpflanzenkunde bei Miriam Wiegele – einer Grand Dame der österreichischen Heilpflanzenkunde († 2022) – im BACOPA-Bildungszentrum für Gesundheit. Ich habe meine Mitschrift von damals noch einmal hervorgeholt.

Unter vielen anderen Dingen ist mir besonders in Erinnerung geblieben: Miriam Wiegele sagte damals, dass die Gemmotherapie in Österreich noch kaum bekannt sei. Heute hat sich das völlig verändert. Gemmo ist im Do-it-yourself-Boom der Kräuterkundigen angekommen,

und tatsächlich ist es gar nicht so schwierig, Knospenpräparate selbst herzustellen. Die frischen Knospen – meist von Bäumen und Sträuchern, wie hier von der Johannisbeere – werden in eine Mischung aus Alkohol, Glycerin und Wasser eingelegt. Auf einen Teil Knospen kommen jeweils zwanzig Teile Alkohol, zwanzig Teile Glycerin und zwanzig Teile Wasser, ca. 4 Wochen stehen lassen, abfiltern und am besten in eine Sprühflasche geben. So entsteht das sogenannte Gemmomazerat.




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